Drei Jahre Nachschlag für Hohn

LTG 63 fliegt noch bis 2021 mit Transall

 

Anfang Dezember hat das Bundesministerium der Verteidigung abschließend entschieden, die Nutzungszeit der C-160 Transall im LTG 63 bis in das Jahr 2021 zu verlängern. Diese für Hohn äußerst positive Entscheidung hat Oberst Hartmut Zitzewitz seinem Geschwader während eines eigens einberufenen Appells in der Halle Ost auf dem Nato-Flugplatz Hohn mitgeteilt. „Ich habe noch eine Schuld zu erbringen beziehungsweise ein Versprechen einzulösen. Sie sollen die ersten sein, die es erfahren. Gestern morgen erreichte uns ein Schreiben des Bundesverteidigungsministeriums mit dem offiziellen Datum der Nutzungszeitverlängerung C-160 Transall“, begrüßte der Oberst die angetretene Formation. Er dankte allen Geschwaderangehörigen, die bei der Machbarkeit der Nutzungszeitverlängerung mitgewirkt haben. 

Kommodore verkündet Verlängerung

„Der Auftrag unseres Geschwaders wird über das Jahr 2018 hinaus in gewohnter Qualität fortgeführt werden“, stellte der Oberst klar. Die Entscheidung, den Restflugbetrieb der C-160 Transall nach Hohn zu verlegen, sei eine richtige, betonte der Kommodore weiter. Der Standort werde den Anforderungen gerecht, der Verband stehe mit seinen zahlreichen Transportaufträgen mitten im Einsatzleben. Zwischen 2018 und 2021 ist Hohn der einzige Standort in Deutschland, von dem aus Einsätze in Krisengebiete unter Bedrohung geflogen werden können. Die Hälfte der 20 auf dem Nato-Flugplatz Hohn stationierten C-160 Transall sind mit Selbstschutzanlagen gegen Boden-Luft-Raketen ausgerüstet. 

Zum Ende des Jahres 2017 wird das Lufttransportgeschwader 61 in Penzing aufgelöst. Schon ab nächstes Jahr wird der bayerische Schwesterverband weniger Flugstunden produzieren. Ab 2018 starten die C-160 Transall dann nur noch vom Standort Hohn aus. Als Hintergrund der Nutzungszeitverlängerung sprach Oberst Zitzewitz die Lieferschwierigkeiten des Nachfolgemodells A400M an. „Zudem gibt es Probleme, den A400M mit der Selbstschutzanlage auszustatten“, so der Kommodore. 

Im LTG 63 wird die C-160 Transall nach und nach ausgephast. Dem Kommodore zufolge wird im Januar 2019 begonnen, Personal abzubauen. In das letzte Nutzungsjahr werde der Verband mit insgesamt 680 militärischen und zivilen Beschäftigten starten. Aus dem Schreiben des BMVg geht auch hervor, dass der Schließungszeitpunkt für den Standort Hohn im Jahre 2022 liegt. Das hat damit zu tun, dass das LTG 63 bis Silvester 2021 seinen Einsatzverpflichtungen nachkommen muss. Danach brauchen die Geschwaderangehörigen noch etwa ein halbes Jahr bis zur endgültigen Abwicklung. Damit geht eine Ära am Standort Hohn und im Lufttransportgeschwader 63 zu Ende. Das Geschwader existiert im nächsten Jahr 55 Jahre, was im Rahmen des Tages der Bundeswehr am 11. Juni gebührend gefeiert werden soll. Das Transportflugzeug C-160 Transall als Nachfolger der Nord Noratlas hatte seinen Erstflug in Deutschland bereits im Jahre 1968 und wäre somit bis zum Ende der Nutzungszeitverlängerung weit über 50 Jahre im Einsatz. „Die Entscheidung war richtig, den Restflugbetrieb nach Hohn zu verlegen, weil hier die Voraussetzungen dafür gegeben sind“, so Oberst Zitzewitz. Das LTG 63 stehe mitten im Einsatzleben. Es habe jedoch bisher keine Aufträge erhalten, die im Zusammenhang mit dem Kampf gegen den „Islamischen Staat“ in Syrien stehen. Auch für einen neuen Einsatz in Mali gebe es noch keine Planungen.

Transall und A400M

Zurzeit seien etwa 1200 Menschen im Lufttransportgeschwader 63 beschäftigt. Davon sind knapp 1000 Uniformträger und 200 Zivilbeschäftigte. Für die zivilen Mitarbeiter versuche man in der Region neue Anstellungen zu finden. Für die Soldaten werde es andere Beschäftigungen an anderen Standorten geben. Stabsfeldwebel Torsten Siebert als „Spieß“ der Fliegenden Gruppe sagt, dass es eine gute Sache sei, den konkreten Zeitpunkt der Schließung zu kennen. Bis 2029 sei er noch bei der Bundeswehr und könne nun mit seiner Familie die kommenden Jahre planen. Oberstabsfeldwebel Lutz Wenzel als „Spieß“ der Wartungsstaffel freut sich für die Truppe, aber ihn persönlich betreffe die Entscheidung nicht mehr, da seine Dienstzeit im nächsten Jahr ende.

„Die Bindung an das Geschwader und an die Region ist groß“, freut sich Oberstleutnant Wilfried Preska, Kommandeur der Fliegenden Gruppe. Christian Mohr als Vorsitzender des Personalrates machte deutlich, dass es auch drei Jahre mehr Zeit bedeute, in der die zivilen Mitarbeiter ihre Zukunft planen können. Für viele biete sich zudem die Chance, noch am Standort Hohn in den Ruhestand zu gehen. „Bei den Angestellten werde alles versucht, sie woanders in der Region unterzubringen“, schloss der Kommodore die Ausführungen ab.

 

Oberstabsfeldwebel

Matthias Müller

Militärkonzert 2016

Zauberhaftes Musikspektakel im April

44. Rendsburger Militärkonzert

 

"Die Geister, die ich rief..." - dies ist das Motto des diesjährigen Rendsburger Militärkonzerts, welches seit vielen Jahren einen Abend voll spannender und vielfältiger Klänge mit der wohltätigen Unterstützung gemeinnütziger Organisationen im Raum Rendsburg verbindet. Unter der Schirmherrschaft des Lufttransportgeschwaders 63 wird das Marinemusikkorps Kiel, geleitet von Fregattenkapitän Friedrich Szepansky, ein wahrlich bezauberndes Programm präsentieren. Aufgrund der im Jahre 2014 restlos ausverkauften Veranstaltung wurden im vergangenen Jahr zum ersten Mal zwei Benefizkonzerte an zwei aufeinander folgenden Tagen im Stadttheater Rendsburg durchgeführt. Dieser neuen Tradition folgend öffnet das Stadttheater Rendsburg seine Türen in diesem Jahr am Dienstag und Mittwoch, 19. und 20. April, jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginn, so dass pünktlich um 19.30 Uhr mit der Ouvertüre begonnen werden kann.

 Marinemusikkorps Kiel

Die Marinemusiker werden unter anderem Filmmusik aus Blockbustern wie "Harry Potter" und "Ghost - Nachricht von Sam", einen ungarischen Marsch aus der dramatischen Legende von "Fausts Verdammnis" und das berühmte Scherzo "Der Zauberlehrling" von Paul Dukas darbieten. Bei letzterem handelt es sich um die Vertonung der gleichnamigen Ballade von Johann Wolfgang von Goethe, die zu seinen populärsten Werken gehört. In der Ballade und dessen musikalischer Aufbereitung geht es darum, dass der Zauberlehrling alleine ist und einen Zauberspruch seines Meisters ausprobiert. Er verwandelt mittels Zauberspruch einen Besen in einen Knecht, der Wasser schleppen muss. Anfänglich ist er stolz auf sein Können, doch bald merkt er, wie er der Situation nicht mehr gewachsen ist, da er das Zauberwort vergessen hat, um den Besen wieder zu stoppen. Und so sagt er am Ende der Ballade die berühmten Worte, die auch das Motto des 44. Rendsburger Militärkonzerts prägen: "Die ich rief, die Geister, werd' ich nun nicht los."

 

Aber nicht nur Wassereimer schleppende Besen können zu Verdruss führen, sondern auch zum Leben erweckte Statuen aus weißem Marmor. Nächtliche Spaziergänge auf dunklen Friedhöfen könnten auch unliebsame Begegnungen mit unwirklichen Gestalten hervorrufen. Auf einem Bahnhof wird der Konzertbesucher von einem Zug an Gleis 9 3/4 in eine besondere Schule gebracht und von einem Wirbelsturm in ein Märchenland mit eigentümlichen Wesen geschleudert. Ein geliebter Mensch darf als Geist noch einmal zu den Lebenden zurückkehren. Das alles natürlich auf musikalisch unterhaltsame Art und Weise. Fregattenkapitän Szepansky empfiehlt zart Besaiteten, sich zum Konzertbesuch besser einen weniger schreckhaften Partner als Begleiter mitzunehmen, als alleine zu kommen. Hexenmeister an beiden Konzertabenden werden sein: Paul Dukas, Hector Berlioz, Franz von Suppé, John Williams, Alex North und andere. Das Marinemusikkorps Kiel freut sich darauf, das Publikum mit seinem Programm an beiden Konzertabenden musikalisch "verzaubern" zu dürfen.

 

Der Erlös aus den Eintrittsgeldern kommt traditionell gemeinnützigen Organisationen aus der Region zugute. In diesem Jahr geht der Erlös des Benefizkonzerts an das Team DoppelPASS e.V. aus Nortorf und das Hospiz Haus Porsefeld aus Rendsburg. Die feierliche Spendenübergabe findet zum Ende des zweiten Konzertes am Mittwoch, 20. April, statt.

 

Die Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro können in den Vorverkaufsstellen Rathaus Rendsburg, der Geschäftsstelle der Landeszeitung Rendsburg, der Tourist-Information Rendsburg, Rathaus Fockbek, Amt Hohner Harde sowie an den beiden Veranstaltungstagen an der Abendkasse erworben werden. Alle in der Hugo-Junkers-Kaserne und auf dem Nato-Flugplatz Hohn tätigen Soldaten und zivilen Mitarbeiter können die Eintrittskarten auch im Geschäftszimmer des Stabszuges LTG 63 und im Geschäftszimmer der Instandsetzungsstaffel LTG 63 käuflich erwerben.

 

Oberstabsfeldwebel

Matthias Müller

Tag der Bundeswehr

Tag der Bundeswehr am 11. Juni 2016

Der Countdown läuft

 

In der letzten Ausgabe der Brummel wurde die Durchführung des diesjährigen Tag der Bundeswehr am 11. Juni 2016 in Schleswig-Holstein beim LTG 63 am Standort Hohn angekündigt. Rund drei Monate vor dem Termin kann jetzt einiges genauer spezifiziert und anderes bestätigt werden. 

 

So wird gerade eine unserer Transalls mit einer Sonderlackierung versehen. Das Projekt wurde bereits in der Presse kurz vorgestellt, ohne dabei jedoch allzu viel zu verraten. Auch wir möchten an dieser Stelle noch nicht mehr berichten. Der Projektoffizier, Oberstleutnant Thies Voigt, meinte jedoch, von der Presse auf das zukünftige Erscheinungsbild der Maschine angesprochen, kurz und knapp „Klasse!“. In den nun folgenden Wochen werden wir die Jubiläumsmaschine endlich am Himmel über Schleswig Holstein und zum Beispiel Pfingsten auf dem Flugplatzfest Rendsburg-Schachtholm am Boden erleben dürfen. Wo sie auftaucht wird sie als Botschafter unseres Jubiläums einen visuellen Vorgeschmack auf den eigentlichen Festtag im Juni bieten.

 

Einer der vielen Höhepunkte wird hier sicherlich das vorgesehene Flugprogramm bieten. So ist beispielsweise die Vorführung einer militärischen Evakuierungs-Operation aus der Luft vorgesehen. Viele unterschiedliche Luftfahrzeuge und Kräfte wirken dabei zusammen um ein Gebiet zu räumen. In einem sogenannten  „Flying Display“ werden wir darüber hinaus die Luftfahrzeugmuster Eurofighter, Panavia Tornado, Sikorsky CH-53, einen Learjet der Gesellschaft für Flugzieldarstellung und als Höhepunkt einen Drei-Generationenflug der Nord Noratlas, Transall C-160 und des Airbus A400M zusammen in der Luft erleben. Schlussendlich hat sich Pilot Hauptmann Olaf Langanki mit seiner Messerschmidt-Bölkow-Blohm Bo-105 und einem erweiterten Vorführprogramm angekündigt. Geflogen werden soll mit diesem interessanten und umfangreichen Programm über den gesamten Tag.   

Aber auch am Boden wird es einiges zu entdecken und vor allem auch zu erleben geben. 

 Unser altes Mädchen in der Maske

Im „Static Display“ werden wir voraussichtlich, neben unserer Transall, einen A400M, eine Lockheed P3C Orion, eine Bombardier Global 5000, eine Dornier Do D-28 Skyservant und einen Eurocopter EC 135 Hubschrauber begrüßen dürfen. International besuchen uns bislang eine französische Casa CN-235, eine italienische Alenia C-27J Spartan, eine spanische Casa C-295 und zwei Lockheed C-130 Hercules aus Belgien und den Niederlanden. 

 

Da sich die gesamten Streitkräfte präsentieren setzt sich das Bild am Boden mit diversen Rad- und Kettenfahrzeugen sowie weiteren Waffensystemen der Bundeswehr fort. Angekündigt haben sich bei den Radfahrzeugen das Allschutz-Transport-Fahrzeug Dingo, das Führungs- und Funktionsfahrzeug Mowag  Eagle IV, der geschützte Mercedes-Benz LKW Zetros, der Spähwagen Fennek,  der Transportpanzer Fuchs und ein Patriot-Startgerät. An Kettenfahrzeugen besuchen uns der Bergepanzer Büffel und ein Kampfpanzer Leopard 2. Natürlich wird sich auch die Marine mit diversen maritimen Exponaten beteiligen. 

 

Darüber hinaus versprechen viele weitere Aussteller und Programmpunkte aus allen Bereichen der Streitkräfte einen interessanten Tag bei uns im Verband. Ganztägig wird ein umfangreiches Bühnen- und Kinderprogramm geboten und es lockt natürlich vielerlei Kulinarisches. Um die zentrale Übertragung der Rede der Bundesministerin der Verteidigung herum wird am Vormittag ein Standort-Gottesdienst abgehalten und im Anschluss daran ein interessantes Programm des Marinemusikkorps Kiel präsentiert. Am Nachmittag bietet der Musikzug Alt Duvenstedt weitere musikalische Untermalung.

 

Das Programm wächst tagtäglich um weitere Attraktionen. Tagesaktuell können Sie sich hierüber online unter www.tag-der-bundeswehr.de Standort Hohn informieren. Wir im LTG 63 freuen uns jedenfalls sehr darauf, Sie, Ihre Familien, Freunde und Verwandten bei uns am 11. Juni 2016 begrüßen zu dürfen. Auch für uns wird dieser Tag ein Erlebnis werden, welches wir sicherlich nicht so schnell vergessen dürften.

 

Oberstleutnant

Jan-Hendrik Dierksen

 

Militärkonzert 2017

Militärkonzert 2017

Musikalische Forschungsreise in den „echten Norden“

 

45. Rendsburger Militärkonzert

 

„Echt. Norden.“ – dies ist das Thema des diesjährigen Rendsburger Militärkonzerts, welches seit vielen Jahren einen Abend voll spannender und vielfältiger Klänge mit der wohltätigen Unterstützung gemeinnütziger Organisationen im Raum Rendsburg verbindet.

 Foto 1 - Marienmusikkorps Kiel

Das 45. Rendsburger Militärkonzert unter der Schirmherrschaft des Lufttransportgeschwaders 63 wird am Dienstag und Mittwoch, 14. und 15. März, jeweils um 19.30 Uhr im Stadttheater Rendsburg veranstaltet. An beiden Abenden ist der Einlass eine halbe Stunde vor Konzertbeginn möglich. Geleitet von Fregattenkapitän Friedrich Szepansky, wird das Marinemusikkorps Kiel sein breitgefächertes Repertoire von der klassischen Musik und klangvollen Märschen über Musical- und Filmmusik bis hin zu Rock- und Popmusik darbieten.

 

Wer im hohen Norden kennt sie nicht, die Standortmarketingkampagne „Schleswig-Holstein. Der echte Norden“, die den Wirtschaftsstandort unseres Bundeslandes bewirbt. Drei Worte und drei Punkte stehen für das Selbstverständnis und das Verantwortungsbewusstsein, mit dem alle Angehörigen der Bundeswehr ihren Dienst versehen: „Wir. Dienen. Deutschland.“ Das Marinemusikkorps Kiel hat beide Kampagnen vermischt und herausgekommen ist das Motto für die Spielzeit 2017. Dass der Begriff „Norden“, gerade bei unserem nördlichsten Bundesland zwischen zwei Meeren, mit viel Maritimem assoziiert wird, liegt auf der Hand. Die Marinemusiker wollen sich aber nicht nur auf unser Land konzentrieren, sondern weiträumiger auf die Suche gehen, ob sich spezielle Werte und Kultur als versprochen typisch nordisch musikalisch identifizieren lassen. So werden sie im hohen Norden Europas, dem Freiheitsdrang eines Landes nach langer Fremdbesetzung begegnen. So kann es auf Nordkurs auch passieren, dass sie an unwirsche Seeleute geraten. Zur Entspannung statten sie dann unseren nördlichen Nachbarn mit der Eisenbahn einen Besuch ab.

 Foto 2 - Marinemusikkorps Kiel

Das Marinemusikkorps Kiel kündigt bei der Vorstellung seines Konzertprogramms an, dass es nicht verwundern darf, dass auch in „unserem“ Norden tatsächlich seit 1952 nordamerikanische Indianer zuhause sind und in Entfernung einer Tagesschiffreise vier junge Leute nicht nur einen Musikstil, sondern vor gut 40 Jahren nahezu eine Lebensphilosophie begründeten. Schließlich wollen die Musiker noch wissen, wie es hinterm Horizont weitergeht. Begleiter dieser musikalischen Expedition werden Jean Sibelius, Ronald Binge, Reinhold Gliére, Martin Böttcher, Hans-Christian Lumbye und andere sein. Fregattenkapitän Friedrich Szepansky und sein Orchester fordern die interessierten Konzertgänger auf, sie auf ihrer musikalischen Forschungsreise in den „echten Norden“ zu begleiten.

 

Der Erlös aus den Eintrittsgeldern kommt traditionell gemeinnützigen Organisationen aus der Region zugute. In diesem Jahr geht der Erlös des Benefizkonzerts an das Jüdische Museum Rendsburg und die Fördervereine der Rendsburger Gymnasien. Die feierliche Spendenübergabe findet zum Ende des zweiten Konzertes am Mittwoch, 15. März, statt.

 Foto 3 - Marinemusikkorps Kiel mit Einlage von Jens-Peter Glau

Die Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro können ab sofort in den Vorverkaufsstellen Rathaus Rendsburg, dem Ticket-Center der Landeszeitung Rendsburg, der Tourist-Information Rendsburg, Rathaus Fockbek sowie an den beiden Veranstaltungstagen an der Abendkasse erworben werden. Alle in der Hugo-Junkers-Kaserne und auf dem Nato-Flugplatz-Hohn tätigen Soldaten und zivilen Mitarbeiter können die Eintrittskarten auch im Geschäftszimmer des Stabszuges LTG 63 (Geb. 4 / Erdgeschoss) und im Vorzimmer des Kommandeurs Technische Gruppe LTG 63 (Werfthalle / Obergeschoss) käuflich erwerben.

 

 

Oberstabsfeldwebel

Matthias Müller

 

First in - Last out

First in – Last out

 Rückkehr der letzten C-160 Transall aus Afghanistan

 

Am 17. November sind die letzten beiden Transportflugzeuge vom Typ C-160 Transall aus dem Afghanistan-Einsatz zum Lufttransportgeschwader 63 nach Hohn zurückgekehrt.

 

Die letzten beiden C-160 Transall aus Afghanistan im Anflug auf ihren Heimatflugplatz Hohn

 

Vor ihrer Landung am frühen Nachmittag überflogen beide Maschinen in Formation den NATO-Flugplatz Hohn und grüßten so die wartenden Angehörigen des Geschwaders. Aus dem Cockpit der zuletzt gelandeten Transall entstieg als Kommandant ein ganz besonderer Pilot. Oberst Hartmut Zitzewitz, der seit August als Kommodore des Einsatzgeschwaders Mazar-e Sharif eingesetzt ist, hat es sich nicht nehmen lassen, die letzte Transall aus dem Afghanistan-Einsatz höchstpersönlich zum Heimatverband zurückzufliegen. Wenn er Mitte Januar seinen Einsatz in Afghanistan beendet, wird Oberst Zitzewitz wieder die gewohnte Tätigkeit als Kommodore des LTG 63 aufnehmen.

 

Zwischen vier und acht C-160 Transall aus den drei deutschen Lufttransportgeschwadern waren seit Beginn des ISAF-Einsatzes vor knapp 13 Jahren anfangs noch in Termez in Usbekistan und ab August 2008 in Mazar-e Sharif in Afghanistan stationiert. Mit diesen Transportflugzeugen wurde ein geschützter Lufttransport von Personal und Material sowie Verwundetentransport innerhalb des Einsatzgebietes sichergestellt. Der ISAF-Einsatz in Afghanistan wird in diesem Jahr zum Abschluss kommen. Nach dessen Ende ist eine bis zu 12.000 Soldaten, darunter bis zu 850 aus Deutschland, umfassende Folgemission zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte geplant, auch als Resolute Support  Mission bekannt. Für diese bis Ende 2016 dauernde Nachfolgemission ist die Gestellung einer deutschen Fähigkeit des taktischen Lufttransports mit C-160 Transall vor Ort grundsätzlich nicht vorgesehen. Der strategische Lufttransport von und nach Afghanistan erfolgt seit 1. Oktober durch direkten  Anflug des Flugplatzes Mazar-e Sharif. Im Rahmen Resolute Support Mission erfolgt der Lufttransport innerhalb Afghanistans durch zentral bereitgestellte Transportflugzeuge multinationaler Partner. Das Bundesministerium der Verteidigung hat die schrittweise Rückverlegung der C-160 Transall angewiesen. Im ersten Schritt wurden von den zuletzt vier zum Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif gehörenden Maschinen die ersten beiden am 3. und 4. November zum Lufttransportgeschwader 61 nach Penzing zurückgeflogen. Im zweiten Schritt wurden dann die beiden verbliebenen C-160 Transall zum Lufttransportgeschwader 63 nach Hohn überführt.

 

Oberstleutnant Thies Voigt als amtierender Kommodore begrüßt die Besatzung mit Oberst Hartmut Zitzewitz als Kommandanten und Kommodore des Einsatzgeschwaders Mazar-e Sharif

 

Die Überführung der beiden letzen Transall-Flugzeuge von Mazar-e Sharif nach Hohn erfolgte über drei Tage mit Zwischenlandungen und Übernachtungen in Termez in Usbekistan und in Trapzon in der Türkei. Die reine Flugzeit betrug dabei 14 Stunden. Nach der Landung wurden die beiden Luftfahrzeugbesatzungen, hauptsächlich bestehend aus Personal des LTG 63 sowie einem Ladungsmeister des LTG 62, von Oberstleutnant Thies Voigt als amtierenden Kommodore sowie von den Kommandeuren, Chefs und Sachgebietsleitern des LTG 63 begrüßt.

 

First in – Last out: Stabshauptmann a.D. Gerit Pietryga (re.) und Oberst Hartmut Zitzewitz, erster und letzter Kommandant einer ISAF-Transall

 

Zum Begrüßungskomitee gehörte auch Gerit Pietryga. Seit drei Monaten befindet er sich im Ruhestand und war bis zum Ende seiner Dienstzeit als Flugsicherheitsoffizier im Lufttransportgeschwader 63 eingesetzt. Er war am 14. Januar 2002 der erste Kommandant einer C-160 Transall, die im Rahmen des ISAF-Einsatzes in Afghanistan landete. Damals allerdings noch in Bagram, nördlich von Kabul. Dabei führte er einen Versorgungsflug für ISAF-Krafte durch, die bereits vor Ort waren. Somit hat hier in Hohn ein Treffen zweier Kommandanten stattgefunden, die dem Leitspruch der Transportfliegerei „First in – Last out“ alle Ehre gemacht haben. Für eine weitere Besonderheit bei der Rückkehr sorgte Stabsfeldwebel Alexander Peters aus der 1. Fliegenden Staffel des LTG 63. Als Bordtechniker war er sowohl damals mit Stabshauptmann Pietryga als erstem Kommandanten als auch diesmal mit Oberst Zitzewitz als letztem Kommandanten einer ISAF-Transall dabei.

 

Die Freude über den kurzen Heimaturlaub ist Oberst Hartmut Zitzewitz anzusehen

 

Auch wenn nun alle C-160 Transall mit ihren Besatzungen und dem Großteil des technischen und Unterstützungspersonals aus Afghanistan zurück sind, wird der ISAF-Einsatz erst zum Ende dieses Jahres beendet sein. Vom Lufttransportgeschwader 63 verbleiben noch 28 Soldaten als Nachkommando im Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif. Einer von ihnen ist Oberst Hartmut Zizewitz, der kurz nach der Überführung der letzten C-160 Transall nach Afghanistan zurückgekehrt ist und wieder seinen Dienst als Kommodore des Einsatzgeschwaders Mazar-e Sharif aufgenommen hat.

OStFw Matthias Müller